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Kategorie: Freie Zeit

Frühjahrsputz

Der Frühling kann kommen

Die Wintermonate sind nun fast rum, die Weihnachtssterne verräumt und die Zeit zum Frühjahrsputz naht…Mit lauter guten Vorsätzen eurerseits hat das neue Jahr meinerseits recht voll und turbulenten begonnen.

Gedanken zu Ökologischen und plastikfreien Alternativen im Hausputz

PutztücherBlaues Wunder

Mikrofasertücher sind bunt und weich und werden allseits beworben. Winzige Fasernteile können sich allerdings beim Waschen lösen und so mit dem Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen. Da Mikrofasern im Endeffekt Plastikfasern sind, gehören die winzig kleinen abgelösten Teilchen auch in die Kategorie „Mikroplastik“ – also eher ungut für Gewässer und Umwelt.

kehrblechMittlerweile gibt es einige ganz brauchbare Alternativen – also eigentlich sind es meist Dinge, die früher ganz selbstverständlich verwendet wurden und dann irgandwie geschickt durch moderne Neuerungen vom Markt gedrängt wurde.

 

 

plastikschwamm nahaufnahmePutzschwämme

Das allgegenwärtige weltweite Müllproblem gibt immer wieder Anlass auch im Haushalt über die „richtige“ Produktewahl nachzudenken. Aber was ist denn richtig? Über einige Gebrauchsgegenstände wie Spühlschwämme, macht man sich nun nicht so häufig Gedanken – sie sind eben einfach da und sie sind aus Plastik…

Luffaschwamm NahaufnahmeEine plastikfreie umweltschonende und preiswerte Alternative ist der Luffaschwamm. Er wird aus der Frucht des Schwammkürbisses gewonnen – im Gegensatz zum Schaumstoffschwamm, bei dessen Herstellung Plastik durch physikalische und chemischen Verfahren in den richtigen Zustand gebracht wird. Falls sich beim Spülen kleine Fasern des Luffaschwamms lösen, landet kein Mikroplastik im Abwasser oder gar im Essen. Sollte der Schwamm einmal nicht mehr zu gebrauchen sein, lässt er sich über den Kompost recyclen.

Putzmittel

Putzmittle kann man in der Durchschnittsdrogerie in allen Farben des Regenbogens und allen erdenklichen Duftrichtungen kaufen. Wenn man sich in den Regalen so umsieht, stellt man schnell eine ware Plastikflut an Verpackungen fest, gepaart mit mehr oder weniger reizenden wahlweise auch ätzenden, reinigenden oder lösenden Inhaltsstoffen. Die Frage ist nun: Braucht man für jeden Fleck im Haushalt ein extra Putzmittel? Wie haben unsere Gr0ßmütter geputzt? Und was taugen die Ökoalternativen?

Gut – Borax verwendet man heutzutage nicht mehr, aber Soda, Natron und Zitronensäure kann man nach wie vor kaufen. Sie sind Abwasser-schonender als so manche Chemiekeule…allerdings sollte man auch hier bedenken, dass diese Chemikalien großtechnisch hergestellt werden müssen. An meine Zeit im Labor und die riesigen Mengen an Plastik, die als Sondermüll entsorgt werden müssen, denke ich doch öfters zurück, wenn ich in Artikeln Tipps ohne Hintergrundinfo zur Herstellung besagter „Hausmittel“ lese.

sodaSoda = Waschsoda = Natriumkarbonat (Na2CO3)

Es wird auch wasserfreies oder calciniertes Soda, reines Soda oder englisch >>washing soda<< genannt und ist ein Salz der Kohlensäure. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Nummer E 500.
sodaEs ist zwar ein natürlich vorkommendes Mineral, und könnte aus Pflanzen oder aus Meersalz gewonnen werden. Dies wäre aber für die weltweit benötigten Menge zu teuer und unrentabel, daher verwendet man für die kommerzielle Herstellung heutzutage das Solvay-Verfahren. Durch Einleiten von Ammoniak und Kohlendioxid in Natriumchlorid-Lösung (Salzlösung) erhält man also (neben Ammoniumchlorid und diversen anderen Nebenprodukten) das gewünschte Soda.

natronNatron = Backsoda = Natriumhydrogenkarbonat (NaHCO3)

Natron kommt als natürliches Mineral Nahcolith vor, wird aber großtechnisch wiederum aus Soda weiter aufgereinigt. Andere Bezeichnungen sind auch doppeltkohlensaures Natron oder Natriumbicarbonat. Man findet es in diversen Backpulvermischungen, als Bullrich-Salz oder auch unter der Zusatzstoffbezeichnung E 500ii wieder.

Citronensäure = Zitronensäure

ZitronensäureJa, Zitronensäure kommt auch in Zitronen vor. Eine Aufreinigung aus Zitrusfrüchten ist theoretisch möglich und wird auch in kleinem Maßstab betrieben. In einigen Bio-Versandhäusern kann man diese Zitronensäure sehr teuer erwerben. Chemiefrei ist aber auch diese Herstellung nicht – wenn man reine Zitronensäure aus den Zitrusfrüchten isolieren möchte, benötigt man unter anderem Ammonik, Calciumchlorid und Schwefelsäure.

Wer sich beim Hausputz schon einmal gefragt hat, warum in den Badezimmerfugen entweder Schimmel oder Kalk zu finden ist, hat auch schon einen Hinweis auf eine weitere Herstellungsmöglichkeit. Da die Schimmelpilze nicht vom Kalk bedeckt werden möchten, stellen sie Zitronensäure selbst her. Diese Schimmelpilze wurden in den USA und China stark dressiert (= gentechnisch verändert) um einen höheren Ertrag zu erwirtschaften. Die Tatsache, dass Zitronensäure aus Schimmelpilz gewonnen wird, ist auch für Schimmelpilz-Allergiker interessant, da sich hinter der Nummer E 330 eben jene Zitronensäure in Lebensmitteln findet. Einsatzgebiete sind Gelierzucker, Marmelde, Gummibärchen aber auch viele andere Produkte, wo es niemand erwarten würde…daher immer Zutatenliste lesen, denn in Lebenmitteln kann ohne Probleme auch der deutlich Umwelt/Allergie-verträglichere echte Zitronensaft verwendet werden.

Essigessenz

Bei Essigessenz verhält es sich ähnlich wie mit der Zitronensäure – natürlich möglich – synthetisch schneller und billiger.
Darauf achten, dass auf der Verpackung „natürlich vergoren“ steht. Nur dann kann man sich (mehr oder weniger) sicher sein, dass es sich tatsächlich um konzentrierten Essig handelt, dessen Säuregehalt man sich beim Putzen zu Nutze macht. Andernfalls ist nämlich auch bei Essigsäure eine synthetische Produktion aus Erdöl möglich (= üblich).
Unter der Zusatzstoffbezeichnung E 260 findet man Essigsäure übrigens auch in Lebensmittlen.

Zuckertenside

Bei Reinigungsmitteln aber auch bei Schampoo etc. kann man drei Gruppen von Tensiden unterscheiden: rein pflanzliche Seifen-oder Zuckertenside, reine Erdöltenside und Mischtenside aus Erdöl- und Pflanzenrohstoffen. Mischtenside auf pflanzlicher Basis sind auch in einigen Öko-Reinigern enthalten. Solche Substanzen stecken hinter den Begriffen nichtionische Tenside auf pflanzlicher Rohstoffbasis, Äthersulfat, Fettalkoholethoxylate, Betaine oder Sulfosuccinate. Hier werden pflanzliche Rohstoffe mit Hilfe von Erdölkomponenten in ihrer Molekülstruktur verändert.

Für die industrielle Produktion von Zuckertensiden werden ausschließlich nachwachsende Rohstoffe wie Haushaltszucker aus der Zuckerrübe oder Zuckerrohr oder Stärke aus Mais verwendet. Die angehängten Fettsäuren stammen meist aus Palmöl, aber auch Kokosfett kommt vereinzelt zum Einsatz. Die Produktion solcher Zuckertenside ist chemisch zwar relativ einfach, technisch aber sehr aufwendig. Der Nachteil der umweltfreundlichen reinen Seifenprodukte: Sie reinigen nur bei weichem Wasser optimal, da hartes (stark kalkhaltiges) Wasser die Seife zum Ausflocken bringt (hier hilft die Zugabe von etwas Waschsoda und Essigessenz um die Wasserhärte zu reduzieren und den Reinigungseffekt zu verstärken)….irgendwas ist ja immer 😉

vorfrühling

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Start in die Gartensaison 2019 🙂

Die Nächte sind noch kalt…aber der Schnee schmilzt und der Boden taut.

TopinamBur

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Die robusten Knollen in die Erde setzt – fertig. Die Pflanze blüht gelb, liefert leckere Beilagen und ist wirklich ohne jeglichen Aufwand unkompliziert kultivierbar. Die Knollen sind winterhart und treiben somit jedes Jahr wieder aus.

Salat

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Alte Eierkartons eignen sich bestens für die Anzucht von kleinen Pflanzen aus Saatgut.

 Den Deckel abtrennen und die Vertiefungen mit Erde füllen. Gut wässern und je ein Samenkorn pro Mulde hineinlegen.

Lichtkeimer nicht mit Erde bedecken (Anleitung beachten).

An einem helle Ort fühlen sich die kleinen Keimlinge wohl und können dann in ca. 8 Wochen ins Beet oder den Kübel ins Freie. Dazu braucht man bei der Eierkartonverwendung nur die einzelnen Vertiefungen auseinander trennen und pflanzt dann die jungen Pflanzen samt „Topf“ ein. So werden keine Wurzeln beschädigt.

Deko – Jahreszeitentisch

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Frühling in der Wohnung

Frühling in der Wohnung – DIY upcycling – aus Gartenschnitt wird Deko

 

 

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Lux

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Lux ist die Einheit für Beleuchtungsstärke. Unsere Innenräume haben etwa 100 bis 500 Lux. Das reicht aus um zu lesen oder zu kochen. Für unser Auge ist das aber nicht wirklich hell. Eine hohe Luxanzahl wirkt sich nachweislich positiv auf unsere Stimmung aus. Also, auch wenn die Vitamin D Produktion auf Grund von geringem UV-B Gehalt vielleicht noch nicht auf Hochtouren läuft wie im Mai oder Juni, gibt es auch im Winter/Vorfrühling guten Grund nach draußen zu gehen und erste Vorfrühlings-Sonnestrahlen zu genießen. Denn sogar an bedeckten Tagen schafft die Sonne mehr als 3000 Lux und bei strahlend blauem Himmel etwa 10.000 bis 100.000 Lux.

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Thema von Anders Norén.